Warum der Name Schmetterlingsflügel-Endometriose?
Dieser Name hat ein Sinnbild. Schmetterlingsflügel können für viele Leichtigkeit versinnbildlichen. Jedoch steckt die Botschaft darin, dass die Flügel - wenn sie angefasst werden, nicht mehr funktionstüchtig sind. Diese sogenannte Zerbrechlichkeit der Funktion ist Sinnbild für die Endometriose. Sie kann ein Leben echt zerbrechen und extreme Sorgen mit sich bringen. Genau aus dem Grund, sind wir ab heute für Betroffene da. Desweiteren sind wir eine reine private Selbsthilfegruppe, die aus freien Stücken und aus eigener Erfahrung mit der Erkrankung handelt und deshalb diesen speziellen Namen zur Erkennung verwenden.
Die Gründerin der Selbsthilfegruppe Schmetterlingsflügel-Endometriose
Cornelia Lyfija-Arann Mäder
Seit 2001 diagnostiziert und somit selber betroffen, möchte ich endlich den Mut fassen, mit dieses Thema nun mehr an die Öffentlichkeit zu gehen. Es ist Zeit Fakten klar auf den Tisch zu bringen, um Einsehen in eine Erkrankung zu bringen, wo es aufhört, dass man schweigt und wo unendlich viele Schmerzen hinter vielen Tränen nicht mehr heimlich ertragen werden müssen. Es reicht die Frauen als wehleidig abzustempeln, mit Anti-Depressiva behandeln zu wollen, nur weil Hausärzte zu faul sind, sich über das Thema zu orientieren und es ernst zu nehmen, denn wo sich allmählich im Körper selber über Monate - wo man nichts tut - ein Desaster entwickelt, wäre jeder Tag wichtig zu handeln. Denn Organe können angegriffen werden und das ist weit mehr als einfach nur harmlos. Es reicht die Augen davor zu verschliessen, dass inzwischen die Anzahl der erkrankten Frauen dramatisch ansteigt und es nicht immer nur bei dem Thema des Kinderwunsches hängen bleibt. Frauen in der Vorwechseljahren werden oft tückisch erneut davon heimgesucht, völlig unerwartet und sie müssen von dort an wieder monatelang auf eine korrekte Diagnose warten und leiden. Es ist auch endlich an der Zeit zu erkennen, was alles für Symptome zusammenhängen. Vorallem, dass die ständigen Entzündungen und Schmerzen zu Erschöpfungen führen die oft Fehldiagnostiziert als Burnout abgestempelt werden. Endometriose-Patientinnen benötigen keine tausend verschiedene Diagnosen sondern von den Hausärzten endlich Anerkennung, dass sie an Endometriose erkrankt sind und korrekt betreut werden und zwar auch über den Zeitraum hinweg, wo sich die Erkrankung auch mal symptomlos zeigen kann. Es ist Zeit wach zu werden, was diese Erkrankung anrichten kann. Es ist Zeit dass wir endlich darüber öffentlich Einsicht geben und uns zusammen tun. Jeder Geschichte - somit jede Patientin - ist für unsere Selbsthilfegruppe von grösster Wichtigkeit. Sei einfach dabei und hilf Dir selber wie anderen Erkrankten, den Weg deutlicher zu machen.
Betroffene und Mitleitende in dieser Selbsthilfegruppe
Jede Betroffene kann uns mit Ihrer Geschichte unterstützen... melde Dich bei uns bitte.
Anna Lunaïs
Seit meiner ersten Regelblutung im Alter von 12 Jahren hatte ich Endometriose und damit so heftige Schmerzen, dass ich kaum aufrecht stehen konnte. Doch niemand in meinem Umfeld nahm mich in diesem Schmerz ernst. Meine Mutter sagte, dass die Schmerzmittel, die sie von meiner Tante bekommen hat, richtige Hammerschmerzmittel seien. Also musste ihrer Meinung nach meine Schmerzen einfach "nur" gespielt sein, damit ich nicht zur Schule musste. Was wusste denn sie! Im Alter von 20 Jahren bin ich vor Schmerzen in der Dusche zusammengebrochen und mein damaliger Freund hat mich notfallmässig in die Frauenklinik gebracht. Sofortige Laser-OP, um die Endometriose-Herde zu veröden und die Gebärmutter zu "befestigen". Vor über 30 Jahren also die Diagnose "Endometriose - tiefgreifend, im ganzen Körper verteilt und somit unfruchtbar".
Seither habe ich gekämpft, jeden Monat. Die Ärzte damals unbeholfen, drei verschiedene Schmerzmittel als Schmerztherapie, die Pille zum durchnehmen, damit ich gar keine Regelblutungen mehr bekomme. Unwohlsein, Überempfindlichkeiten bzw. Unverträglichkeiten bei der Nahrung, auf Hitze und immer mehr Schmerzen im ganzen Körper. Heute bin ich in den Wechseljahren. Meine Blutung hat sich eingestellt, doch noch immer habe ich täglich Schmerzen.
Ich danke Cornelia Lyfija-Arann für ihre Initiative, diese Gruppe ins Leben gerufen zu haben! Es ist wirklich an der Zeit, dass die Gesellschaft diese Krankheit anerkennt, dass wir auf unserem Weg gut und kompetent betreut werden, uns austauschen können und vorallem, dass wir wahrlich unterstützt werden!
Gehen wir gemeinsam den Weg, machen wir unsere Freunde, Eltern, Bekannten aufmerksam, sensibler und feinfühliger. Sprechen aus, teilen uns mit und halten uns gegenseitig. "Was du alleine nicht schaffst - das schaffen wir gemeinsam!"

Nimm mit uns Kontakt auf
Wir sind kein Fachpersonal oder Aerzte und ersetzen weder fachspezifische Beratungen oder Behandlungen wie die von Frauenärzten noch von sonstigen Institutionen. Unsere persönlichen Erfahrungswerte mit dieser Krankheit jedoch hilft Dir, Dich schneller mit Deiner aktuellen Situation zurecht zu finden. Wir sind somit für die Orientierung zuständig. Bitte schreibe uns mit untenstehendem Formular. Wir setzten uns binnen 1 Woche mit Dir in Verbindung. Als Selbsthilfegruppe sind wir kostenlos für Dich da. Sei versichert, dass Deine Geschichte vertraulich behandelt wird und nur das veröffentlicht wird, was Du öffentlich bekannt geben möchtest. Jede Geschichte ist wertvoll sie zu teilen. Weil viel Erfahrungswert darin zu finden ist, für jede betroffene Frau.
Fülle bitte dieses Formular aus. Danke.